Eingereichte Projekte

Eingereichte Projekte:

1) Jugendtankstelle Mühlviertler Alm (JTS)
(www.jugendtankstelle.at)

Die JTS ist ein Projekt der regionalen Agenda 21. Hauptaufgaben sind strukturell-regionale und spirituelle Jugendarbeit. 2 MA mit einem Stundenausmaß von 55 h sind in der JTS beschäftigt. Aktuelle Projekte sind: Jugendliche werden auf der Suche nach einem Jugendraum unterstützt; junge Frauen werden bei der Gründung eines Frauenfußballteams gefördert; Ideensammlung für gemeinsame Projekte in der Zukunftswerkstatt (alle zwei Jahre). Ebenso werden regelmäßige Infos zu den Themen „fair handeln, fair einkaufen und nachhaltiges Leben“ gegeben. Die JTS hat eine enge Kooperation mit der Diözese Linz und will christliche Inhalte und Werte an junge Leute neu vermitteln. Vernetzung ist die JTS auch mit dem Zukunftsforum Windhaag, der Katholischen Jugend, Gemeindeämtern und Schulen.

2) Age Company
(http://alters.kulturen.cc/age-company)

Age Company organisiert moderne Ausdruckstänze für Menschen über 50. Im Mittelpunkt steht die Teilnahme/ Teilhabe der Mitglieder. Ziel ist, das kreative Potenzial von SeniorInnen zu fördern und Lebenserfahrungen mit dem Medium Tanz auszudrücken. Prozessorientierter Austausch wird von einer professionellen Tänzerin und Choreographin angeleitet; Auseinandersetzung mit dem individuellen Alterungsprozess und (langfristig) Austausch mit anderen Generationen; Konzept soll auch in ländlichen Regionen umgesetzt werden.

3) „Rolling Point“ – Verein für Contact Improvisation und artverwandte Tanz- und Bewegungsformen
(www.rollingpoint.at)

Contact Improvisation wurde in den 1970er Jahren in den USA entwickelt und ist eine Tanzform, bei der Bewegungs- und Ausdrucksformen entwickelt und erforscht werden. Die TanzpartnerInnen bewegen sich um einen gemeinsamen Kontaktpunkt, wobei sich die Konzentration auf die Beziehung zum Boden, zu den PartnerInnen, zum Boden und zu sich selbst richtet. Der Verein Rolling Point organisiert und leitet Kurse, Research-Projekte, Jams und Festivals. Die Förderung des Gemeinwesens und Contact Improvisation gelingt durch die Erfahrung, auf den Tanzpartner/die Tanzpartnerin angewiesen zu sein und den erfolgreichen Bewegungsfluss nur durch Kooperation erreichen zu können.

4) Aktionsakademie
(http://www.attac.at/events/aktionsakademie.html)

Die Aktionsakademie ist eine mehrtägige, jährlich stattfindende Akademie mit Workshops und Seminaren zur Erprobung aktionistischer, künstlerischer, leidenschaftlicher und bunter Protestmöglichkeiten. Ziel ist die Förderung der Aktionslust und Aktionserfahrung. Die TeilnehmerInnen sollen lernen, mit ihren politischen Anliegen auf vielfältige Weise besser durchzudringen. Die Aktionsakademie ist ein Modul der Kultur- und Bildungsveranstaltungen von Attac. Greenpeace und Südwind unterstützen die Umsetzung der Akademie.

5) Ökokom.at
(www.oekokom.at)

Ökokom.at ist ein Netzwerk von 7 DienstleisterInnen aus dem Kommunikationsbereich mit Interesse an nachhaltigem, unternehmerischem Handeln. Die Mitglieder sind:

  • Atzinger Consulting (Strategieentwicklung und Positionierung)
  • Gärtner (Fotographie)
  • Pecho GmbH (Druckerei)
  • Polarity Quintessenz (Training und Menschenbildung)
  • Smart Export GmbH (Werbeagentur)
  • Spöcker Communications (PR)

Das Ziel des Netzwerkes ist ganzheitliche Kommunikation aus einer Hand, orientiert an ethischem und nachhaltigem Handeln.

6) DEMOS – Politikwerkstatt Museum Arbeitswelt Steyr
(http://www.museum-steyr.at/index.php?m=83&p=1&act=det)

Die Politikwerkstatt DEMOS wird im Rahmen des Museums Arbeitswelt Steyr organisiert, das sich als offen, demokratisch und emanzipatorisch versteht. Junge Menschen werden beim Erkennen demokratischer Möglichkeiten, Entwickeln von Gestaltungsperspektiven und Verändern von Blickwinkeln unterstützt. Ziel ist die Förderung der politischen Bildung, des demokratischen Verständnisses und der Bedeutung von Menschenrechten. Zu den Themenbereichen Demokratie, Rassismus, Migration, Arbeit und Globalisierung werden jeweils dreistündige Module angeboten, die im Rahmen des DEMOS-Lehrgangs absolviert werden können. Neben den Modulen gibt es aus Abendvorlesungen. Zielgruppen sind Kinder, Jugendliche, Studierende, und in letzter Zeit auch verstärkt Erwachsene allgemein.

7a) AMIGO – Begleitung von AsylwerberInnen, Asylberechtigten und
MigrantInnen durch Freiwillige
(http://www.sos.at)

ÖsterreicherInnen übernehmen ehrenamtlich eine „Patenschaft“ für AsylwerberInnen, Asylberechtige und MigrantInnen. Gemeinsame Aktivitäten sind die Begleitung bei Behördengängen, Hilfe beim Deutsch-Lernen, Lern- und Nachhilfe, Kontakt zur Schule, Unterstützung in Fragen zur Ausbildung und zum Arbeitsmarkt, Vermittlung von Kontakten (Arzt, Schule, Weiterbildung,…) und gemeinsame Freizeitaktivitäten. Aktuell sind 65 Freiwillige aktiv. Durchschnittliche beträgt der Kontakt 1,5 Stunden pro Woche. Die „PatInnen“ (Buddies) erhalten vier Grundschulungen, Fortbildungsworkshops zu den Themen Interkulturelle Kompetenz, Zivilcourage und Deutsch als Fremdsprache, Fortbildungsangebote des Unabhängigen Landesfreiwilligenzentrums OÖ – ULF und regelmäßige Reflexionsgespräche.

7b) Stand Up! – Menschenrechte in der Praxis
(http://www.sos.at)

TrainerInnen gestalten Workshops in Schulen, Jugendorganisationen, Jugendzentren, Ausbildungseinrichtungen, Pädagogischen Hochschulen und Universitäten zu menschenrechtsrelevanten Themen. Die Bereiche sind in fünf Module gegliedert:

  • Demokratie und Menschenrechte
  • Flucht und Asyl, Integration
  • Zivilcourage und Argumentationstraining
  • Antidiskriminierung/Antirassismus/Rechtsextremismus/Fremdenfeindlichkeit
  • Interkulturelle Konfliktprävention/Interkulturelles Lernen

Im Vordergrund stehen die Partizipation und Erfahrungen der TeilnehmerInnen. Ziel ist die Bewusstseinsbildung in den jeweiligen Inhalten.

8) Dorthin kann ich nicht zurück – Flüchtlinge erzählen

Bei diesem Buchprojekt haben 40 BewohnerInnen der Gemeinde St. Andrä-Wördern und Umgebung ein Buch mit persönlichen Erzählungen von Flüchtlingen geschrieben. Die HerausgeberInnen wohnen in der Nähe des Flüchtlingsheims Greifenstein in Niederösterreich. 25 AsylwerberInnen haben ihnen ihre Geschichten erzählt. Das Buch beinhaltet auch Portraitfotos, Illustrationen und eine Erklärung der rechtlichen Situation von Flüchtlingen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

9) Stadtteilzentrum Bassena
(http://www.bassena.at)

Das Stadtteilzentrum Bassena ist eine Einrichtung der Wiener GWA, die auf politische Aktivierung und Mitgestaltung des Lebensumfelds durch die lokale Bevölkerung fokussiert. Von den MitarbeiterInnen wird ein kontinuierlicher Dialog zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen und AkteurInnen im Stadtteil organisiert. Die Großwohnanlage Am Schöpfwerk (5.000 BewohnerInnen, 1.650 Wohnungen) gibt es seit 1982. Sie beinhaltet 18 verschiedene Wohntypen und BewohnerInnen mit 20 verschiedenen Erstsprachen. Der BürgerInnenrat wird als Methode angewendet, um die Beteiligung zu steigern und zu diversifizieren – 12 bis 16 zufällig aus einem Siedlungsgebiet ausgewählte Personen erarbeiten in einem Workshop Themen, Probleme und Lösungen und präsentieren diese der lokalen Politik und der Öffentlichkeit. Die Umsetzung wird von einer Resonanzgruppe begleitet. Bassena setzt im Juni 2012 den ersten BürgerInnenrat in einer kommunalen Wohnhausanlage um. Zielgebiete sind: Am Schöpfwerk und die umliegenden Gemeindebauten.

10) Bildungstreff Oberes Murtal
(http://www.bildungstreff.at)

Basierend auf den LLL-Strategien von Bund, Land Steiermark und der Region Oberes Murtal stehen folgende Aktivitäten im Vordergrund:
 Weiterbildung im ländlichen Raum, besondere Berücksichtigung bildungsferner Personen
 Life Long Guidance
 Vernetzung

Gut etablierte Netzwerkstrukturen ermöglichen Raum für Impulse, neue Themen und Zugänge und erhalten den regionalen, nationalen und internationalen Dialog. Träger ist der Verein Netzwerk der gemeinnützigen Erwachsenenbildung in der Steiermark, Bildungsnetzwerk Steiermark.

11) ESPRIS_emanzipatorische Sprachlernmethoden im Salzkammergut
(http://www.bildungszentrum-skgt.at/index.php?id=135)

Ziel des Projektes ist ein sinnlicher, lustvoller Zugang zur Sprache und Interesse an Mehrsprachigkeit. In Form von Lernpartnerschaften findet ein Sprachwissensaustausch statt. Zusätzlich wird Audio-Sprachlernkurs vom Freien Radio Salzkammergut, unter Einbeziehung aller interessierten Personen, umgesetzt. Das Selbstverständnis der AkteurInnen wird von der Uni Wien wissenschaftlich erforscht. Das Bildungszentrum Salzkammergut setzt dieses Projekt gemeinsam mit dem Freien Radio Salzkammergut, COMMIT (Community Medien Forschungsinstitut für Weiterbildung, Forschung und Beratung) und dem Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften der Uni Wien um.

12) Bildungsradio – Ein Modell zur Entwicklung eines Community Learning
Ansatzes in Österreich
(http://www.learnforever.at)

Am Land lebende Frauen mit Migrationshintergrund haben oftmals nur einen sehr eingeschränkten Zugang zu Bildung und Qualifizierung. Im Bildungsradio gestalten Migrantinnen eigene Radiobeiträge, in denen Erfahrungen, Standpunkte und Bildungsinhalte medial aufbereitet transportiert werden. Die Teilnehmerinnen werden zu Multiplikatorinnen, unter anderem dadurch, dass die Beiträge in verschiedenen Sprachen gestaltet werden können. Ziel ist eine Verbesserung der Lebenssituation und der Kommunikationsmöglichkeiten der Zielgruppe. Träger des Projektes sind die Frauenstiftung Steyr, akzente (Voitsberg), Freies Radio B 138 (Kirchdorf an der Krems), Paraplü (Caritas Steyr), Peripherie (Graz) und eb projektmanagement (Voitsberg).

13) AGENDAgruppe für interkulturelles Zusammenleben
(http://www.qualitytraining.eu)

Ausgangspunkt für die Gründung der Agendagruppe waren Proteste gegen die muslimisch-türkische Community im Wiener Gemeindebezirk Liesing. Auslöser waren die Errichtung eines Friedhofes für MuslimInnen und die mit Lärm verbundenen Ausgewohnheiten junger türkischer Männer. Im Rahmen der Agendagruppe sollten durch Diskussionsveranstaltungen, Führungen zu muslimischen, jüdischen und christlichen Friedhöfen, gemeinsames Kochen und Essen sowie Feste im Bezirksmuseum gegenseitiges Verständnis gefördert werden. Mit diesen Aktivitäten wurden bereits viele Menschen erreicht und es kommen laufend neue InteressentInnen hinzu. Die Finanzierung der lokalen Agenda 21+ ist bis Juni 2012 gesichert.

14) GenderAlp!
(http://www.genderalp.at)

GenderAlp! möchte Bewusstsein für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Männern und Frauen schaffen und das Know-How für Fragen der Geschlechtergerechtigkeit in Verwaltungen und Politik im alpinen Raum stärken. Als spezifische Probleme des alpinen Raumes werden schlecht ausgebauter öffentlicher Verkehr, geringe Erwerbstätigkeit von Frauen, männlich dominierte regionale und lokale Entscheidungsprozesse benannt. GenderAlp! bietet ein internationales Netzwerk und fördert den Erfahrungsaustausch. Träger des Projektes sind 12 Partnerstädte und -regionen aus Österreich, Italien, Deutschland, Frankreich und Slowenien sowie 12 Städte und Regionen mit Beobachterstatus. Ziele des Projektes sind Bewusstseinsbildung für gendersensible Raumplanung, Etablierung des Gender Budgeting-Konzeptes, Erarbeitung konkreter Werkzeuge für EntscheidungsträgerInnen in Verwaltung und Politik, Netzwerk der Verwaltungen zur Implementierung von Gender Mainstreaming, Errichtung einer Wissensdatenbank zum Qualitätsmanagement, Erfahrungsaustausch und Best Practice Beispiele sowie die Kommunikation der Ergebnisse der regionalen Projekte durch Fortbildungsangebote.

15) Gender Walk/Intersectional Map
(http://www.frauenservice.at/de/gender-mainstreaming/genderwerkstaette-graz)

Der Gender Walk ist eine Sensibilisierungs- und Analysemethode, die soziale Ungleichheitsstrukturen im öffentlichen Raum deutlich macht. Die ersten Gender Walks wurden am Potsdamer Platz, in Barcelona und Graz begangen. Betrachtet wird dabei die Reproduktion und Verfestigung der Kategorie Geschlecht in Straßen, Gebäuden, öffentlichen und halböffentlichen Plätzen. Die Analyse erfolgt nach der 3R/4R-Methode der Schwedin Gertrud Aström, wobei die R’s für Repräsentation (Verteilung der Geschlechter in faktischen Räumen), Ressourcen (geschlechterspezifische Verfügbarkeit unterschiedlicher Ressourcen), Realia (Gründe für soziale Separation im öffentlichen Raum) und Rechte (geschlechterrelevante Effekte bestehender formeller und informeller Rechte und Richtlinien) stehen.

Fundament des Gender Walks in Graz sind die Ergebnisse der Intersectional Map. Dabei handelt um ein interdisziplinäres Projekt zwischen Sozialforschung und Medienkunst, bei dem versucht wird, die Stadt aus den alltäglichen Handlungen ihrer BewohnerInnen zu erfassen. Eine dazu erstellte empirische Studie versucht zu erfassen, wie die Stadt Graz für die BewohnerInnen zu „ihrer“ Stadt wird. Ein Ergebnis der Intersectional Map ist, dass die unterschiedlichen sozialen Positionierungen (Migration, Gender, Alter, Milieu) das alltägliche Bewegungsverhalten deutlich beeinflussen.

16) Gesunder Gemeindebau
(http://www.wig.or.at)

„Gesunder Gemeindebau“ ist ein Teil des Projektes „Gesundes Ottakring“ der Wiener Gesundheitsförderung GmbH (WiG) in Kooperation mit dem Roten Kreuz. Ziel ist die Förderung der Gesundheit sozial benachteiligter BewohnerInnen von Gemeindebauten. Innerhalb des Gemeindebaus wird ein/e Gesundheitsbeauftragte/r ausgebildet, die/der einerseits niederschwellige Ansprechperson ist und andererseits mit relevanten AkteurInnen und Institutionen zusammenarbeitet. Gesundheitsressourcen und -kompetenzen der BewohnerInnen sollen bewusst gemacht und gestärkt werden. Thematisiert werden neben der physischen auch die psychische und soziale Gesundheit. Schlüsselstrategien der Gesundheitsförderung sind Empowerment, Partizipation und die Entwicklung gesundheitsförderlicher Strukturen. Das Projekt wird in fünf Gemeindebauten im 16. Wiener Gemeindebezirk durchgeführt.

17) Gesunde Leopoldstadt
(http://www.wig.or.at/Gesunde%20Leopoldstadt.11.0.html)

Die WiG (Wiener Gesundheitsförderung) wurde 2009 als Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung in Wien gegründet mit dem Ziel, die Gesundheitschancen sozial benachteiligter Bevölkerungsgruppen in Wien zu verbessern. Das Konzept der Gesunden Leopoldstadt sieht vor, als Verstärker für bereits aktive Personen, Organisationen und Strukturen im Bereich Gesundheit zu wirken. Gesundheitsförderung findet in den Bereichen Bewegung, Ernährung, gesunde Lebenswelten und seelische Gesundheit statt. Zielgruppen des Projektes sind einerseits sozial benachteiligte BewohnerInnen und andererseits Organisationen, Vereine, politische AkteurInnen, Interessensvertretungen, Einzelpersonen und Initiativen, die im Themenbereich Gesundheit aktiv sind. Ziele sind ein Informationsaustausch der AkteurInnen in der Leopoldstadt, Vermittlung von Wissen und Bewusstseinsbildung zu einer gesunden Lebensweise sowie die Förderung von Ideen und Innovationen. Für die Umsetzung diesbezüglicher Projekte gibt es auch organisatorische und finanzielle Unterstützung (Grätzelinitiativen bis 300 Euro, Kooperationsinitiativen bis zu 1.000 Euro).

18) NETs.werk – Nachhaltig leben
(http://netswerk.at, http://nachhaltig.netswerk.at)

Ziel des Vereins NETs – Netzwerk für nachhaltiges Leben ist die Förderung eines nachhaltigen Konsums und Lebensstils. Über einen Onlineshop können in sieben Regionalstellen Bestellungen abgewickelt werden. Neben dem Vertrieb nachhaltiger Produkte werden Veranstaltungen organisiert, an alternativen ökonomischen Ansätzen geforscht und Informationsarbeit geleistet. Die Regionalstellen werden im Durchschnitt von 20 bis 30 Bauern pro Woche beliefert. Kriterien für die Produkte sind ökologische, biologische und tierfreundliche Produktion, faire Bezahlung und nach Möglichkeit aus der Region stammend.

19) Höllbachhof – Stiftung für nachhaltiges Leben
(http://www.hoellbachhof.net)

Der Höllbachhof, ein Einödhof im vorderen Bayerischen Wald, ist eine Bildungs- und Forschungsstätte für nachhaltiges Leben. Ziel ist die Erforschung und Ausbildung einer nachhaltigen Lebensweise, basierend auf einer Kultur der Nachhaltigkeit. Das Projekt versteht sich als lernendes, lebendiges System, das einem beständigen Wandel unterworfen ist. Der Höllbachhof versteht sich in erster Linie nicht als Forschungsprojekt im wissenschaftlichen Sinne, wobei auch wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt werden. Grundlage für die Forschungsarbeit bildet das Zusammenleben in der Gemeinschaft. 2010 übernahm die Stifung die Trägerschaft für die „Be the Change“-Initiative, um deutschlandweit Impulse setzen zu können. Derzeit wird an der Gründung eines Waldkindergartens und einer ganzheitlichen Schule gearbeitet.

20a) ViTo Graz – St. Peter (Lebendiges historisches Ortszentrum)
(http://www.graz.at/cms/beitrag/10160490/3449644)

Beim Projekt ViTo Graz – St. Peter handelt es sich um Stadtteilarbeits- und Stadtteilplanungsprojekt, das zwischen August 2010 und Januar 2012 in Graz durchgeführt wurde. Zentrales Thema des Projektes war die Straßenraumnutzung. Erfolge sind die Etablierung eines Nachbarschaftszentrums, soziale Vernetzungsarbeit, Entstehung mehrerer Initiativgruppen, Straßenbaumbepflanzungen und die Platzgestaltung an der Kreuzung Banngrabenweg/St. Peter Hauptstraße. Auftraggeber war das Stadtplanungsamt Graz, die Co-Finanzierung erfolgte aus Mitteln des Interreg IVB Programms der EU.

20b) Nachbarschaftszentrum St. Peter
(www.wiki.at)

Das Nachbarschaftszentrum St. Peter versteht sich als kommunikativer Ort, an dem alle Generationen und Kulturen die Möglichkeit haben, sich einzubringen, Räumlichkeiten zu erobern und gemeinsame Aktivitäten und Projekte durchzuführen. Ziel ist ein gelebtes Miteinander an einem offenen Ort. Die niederschwellige Einrichtung soll für alle Menschen zugänglich sein und es soll laufend Raum für Um- und Neugestaltung bleiben. Von der Zusammenarbeit mit WIKI (WIKI Kinderbetreuungs- GmbH) profitiert das Nachbarschaftszentrum durch deren Know-How, ein bestehendes Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit, die Unterstützung bei administrativen Agenden sowie durch Referenzen in der generationenübergreifenden Arbeit.

21) Der Krems-Taler
(www.krems-taler.at.tf)

Der Krems-Taler ist ein regionaler Talente-Tauschkreis in Neuhofen an der Krems. Ziel des Tauschkreises ist eine ausgeglichene Nachbarschaftshilfe. Leistungen werden nicht mit Geld, sondern mit Gegenleistungen abgegolten. Der Tauschkreis funktioniert auf dem Prinzip der Tauschwirtschaft, allerdings können Krems-Taler/Talente erworben und bei anderen TauschpartnerInnen eingelöst werden. Dadurch soll neben der Nutzung freier Ressourcen auch die Region belebt werden.

22) Gemma weiter – Auswirkungen von Mobilitätsmanagement im
Kindergarten auf das Mobilitätsverhalten von Eltern und Kleinkindern
(http://www.factum.at/content/news-leser/items/gemma-weiter.html)

Das Ziel des Projektes „Gemma weiter“ ist die Bewusstseinsbildung für eine nachhaltige Verkehrsmittelwahl bei Kleinkindern und deren Eltern auf dem Weg zum Kindergarten. Hintergrund des Projektes ist die Annahme, dass unsere Bewegungsgewohnheiten bereits im Kindesalter gelegt werden. Laut statistischer Daten werden 33 % aller Wege in die Kindergärten in Wien und Niederösterreich mit dem Auto zurückgelegt und 50 % dieser Autofahrten dauern maximal fünf Minuten. Daraus ist auf ein beträchtliches Potenzial für alternative Fortbewegungsarten zu schließen. In elf Wiener und niederösterreichischen Kindergärten wird das Projekt durchgeführt, das vom Auflegen von Informationsmaterial über die Veranstaltung von Elternabenden bis hin zu Aktionswochen zum Thema „nachhaltige Mobilität“ reicht. Die Maßnahmen werden einer Vorher- und Nachher-Evaluation durch die Eltern und KindergartenpädagogInnen bewertet. Umgesetzt wird das Projekt von FACTUM OG (Projektleitung) und MAKAM Market Research GmbH (Projektpartner), vom BMVIT teilfinanziert und von den Wiener Kinderfreunden unterstützt.

23) Lernen bewegt! – Innovative Lernformen am Computer für Frauen im
ländlichen Raum
(http://www.vhsktn.at)

Lernen bewegt! ist ein mobiles, aufsuchendes Bildungsangebot vor Ort in der Gemeinde, um bildungsbenachteiligten Frauen einen Zugang zur Nutzung des Internets und der neuen Medien zu ermöglichen. Damit soll die Teilhabe an der Wissensgesellschaft gefördert werden. Das Projekt wird in den 31 Gemeinden der Regionalkooperation Unterkärnten umgesetzt. Ziele des Projektes sind, die IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien)-Kompetenzen von Frauen zu erhöhen, die Aneignung von Wissen über e-government, Motivation zum Lernen, Umsetzung neuer Lernmethoden, Bildung in der Region, das Bewusstsein für Bildung bei der Zielgruppe und in den Gemeinden erhöhen. Die Zielgruppe sind Frauen mit geringem formalen Ausbildungsniveau und Frauen über 45, die keine oder nur sehr geringe IKT-Kenntnisse haben und dadurch in ihren beruflichen Möglichkeiten begrenzt und von Instrumenten der Weiterbildung ausgeschlossen sind. Die Finanzierung erfolgt zu 50 % durch LEADER-Mittel und zu 50 % durch das Land Kärnten. Träger des Projektes ist die Volkshochschule Völkermarkt.

24) BewohnerInnenzentrum Ruthnergasse
(http://www.wohnpartner-wien.at/home/veranstaltungen/775)

Die Wohnhausanlage Ruthnergasse 50-60 wurde von wohnpartner 21 als Schwerpunktanlage zur Aktivierung, Beteiligung und Unterstützung ihrer BewohnerInnen augewählt. Aktivitäten waren BewohnerInnenbefragungen, Wahl eines Mieterbeirates, Vernetzungen, Umsetzung diverser Veranstaltungen, Aneignung leerstehender Räumlichkeiten durch die BewohnerInnen. Ein 400 m² großes, leerstehendes Gechäftslokal wurde von der Hausverwaltung, vorerst temporär, zur Verfügung gestellt. Das Lokal wurde von wohnpartner angemietet und steht den BewohnerInnen zur Verfügung, um Aktivitäten und Veranstaltungen zu verwirklichen. Damit wurde ein Demokratie- und Bildungsprozess initiiert. Bisherige Ergebnisse sind Vernetzung und Wissensaustausch, Rückgang von Konflikten, durchgeführte Veranstaltungen, Weiterführung bestehender Kleinprojekte, Kennenlernprozess der BewohnerInnen, Anknüpfung zur VHS-Basisbildung, Zentrum ist in der Umgebung bekannt und wurde zu einer Anlaufstelle für Fragen und Anliegen.

25) Projekt Grätzeleltern

Beim Projekt Grätzeleltern werden zwölf BewohnerInnen, die in schwierigen Wohnverhältnissen im südlichen Bereich des Wiener Westgürtels leben, rund um die Themen des Wohnens und Zusammenlebens geschult, um dann das erworbene Wissen als „Grätzeleltern“ im Rahmen von Hausbesuchen in ihren Communities und Bekanntenkreisen im Grätzel weiterzugeben. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Wohnsituation, die Bekämpfung von Energiearmut und die Initiierung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Darüberhinaus sollen die BewohnerInnen in ihren Kompetenzen und der gesellschaftlichen Teilhabe gestärkt werden. Trägerin des Projektes ist die Caritas Wien, die Gebietsbetreuung Stadterneuerung im 6., 14. und 15. Bezirk ist Kooperationspartnerin vor Ort. Die wissenschafltiche Begleitung und Evaluation erfolgt durch die FH für Soziale Arbeit (FH Campus Wien). Das Projekt Grätzeleltern ist ein Teilprojekt des Pilotprojektes gegen Energiearmut und wird vom Klima- und Energiefonds der Forschungsförderungsgesellschaft gefördert.

26) SpeiseLokal!
(www.speiselokal.org)

SpeiseLokal! versteht sich als Bildungsinitiative, die Bewusstsein für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion schaffen will und möchte Lust lokale und biologische Ernährung machen. SpeiseLokal! verkauft lokale Bio-Lebensmittel in Maria Anzbach (Region Elsbeere Wienerwald), organisiert Vorträge, Kurse und Seminare zum Thema Konsum und Produktion lokaler Bio-Lebensmittel und leistet Vernetzungsarbeit durch Exkursionen zur bäuerlichen Bio-Betrieben, Feste und andere Veranstaltungen. Als Vorbild dient die schottische Initiative Fife Diet (www.fifediet.co.uk).

27) Bildungsrepublik 2.0 – Sozialbörse
(www.bildungsrepublik20.de, www.sozialbörse.org)

Sozialbörse.org ist eine gemeinnützige Initiative, die moderne Online- und Mobil-Infrastruktur für am Gemeinwohl orientierte, deutsche Kinderhilfsprojekte kostenlos und mehrsprachig zur Verfügung stellt und AkteurInnen aus der Kinder- und Jugendarbeit vernetzt. Außerdem wird das nachbarschaftliche Umfeld der von Armut betroffenen, in Deutschland lebenden Kinder aktiviert. Die Sozialbörse ist ein Tool, dass soziale Betreuungsnetze nachbarschaftlicher Verantwortung mittels Sach- und Dienstleistungen (Stadtteilmutter, -vater, Nachhilfe-Coach, Sportcoach, Pflegeeltern, KinderärztInnen,…) initiiert und organisiert. Für die Aktivitäten können eMark (EducationMark) gesammelt und dem persönlichen Bildungskonto gutgeschrieben werden. Die erworbenen eMark können mit nachbarschaftlichen, geldfreien Hilfsangeboten gegenverrechnet werden.

28) WearFair 2011
(www.wearfair.at)

WearFair ist eine Messe für fair gehandelte und ökologische Bekleidung. BesucherInnen werden über die Produktionsmethoden von Bekleidung informiert. Im Rahmen der Messe wurden Vorträge gehalten, Filmvorführungen und eine Lesung für Kinder organisiert und ein spezielles Schulprogramm gestaltet. Mit dem WearFair-Shopping Guide können sich KonsumentInnen (auch online) über öko-faire Mode und die Bedeutung unterschiedlicher Gütesiegel informieren. Die Messe wird von der NGO Südwind organisiert.

29a) Superhero – Training
(http://getactive.co.at)

Der Initiative von Superhero – Training liegt die Idee zugrunde, dass viele (junge) Menschen etwas verändern wollen, letztlich aber passiv bleiben. Beim Superhero-Training begleiten erfahrene MentorInnen eine Gruppe von ca. 20 Menschen im Alter von etwa 18 bis 30 Jahren bei einem persönlichkeitsstärkenden Prozess. TeilnehmerInnen wirken auch als MultiplikatorInnen im Freundes- und Bekanntenkreis sowie im Rahmen von Bildungs- und Sozialarbeit. Ziel ist die Steigerung bürgerschaftlichen Engagements und das Aufzeigen eigener Handlungsmöglichkeiten. Durchgeführt wird das Training von Get Active – Jugendforum für eine nachhaltige Welt und El Carracho, unterstützt durch Förderungen des Lebensministeriums.

29b) Partycipation Festival
(http://www.elcarracho.at/cpg1416/thumbnails.php?album=65)

Das Partycipation Festival bezeichnet sich selbst als Festival für Musik, Kreativität und eine lebenswerte Zukunft. Das Pilotprojekt setzt am Schnittpunkt von Kulturarbeit zur Bildung an und sensibilisiert junge Menschen niederschwellig und freudvoll für das Engagement zu einer lebenswerten Zukunft. Das Festival besteht aus einem Camp mit etwa 60 und einem Musikfestival mit 400 Gästen. Ziel ist, die TeilnehmerInnen darin zu bestärken, sich für eine nachhaltige Zukunft zu engagieren, Möglichkeiten des Engagements aufzuzeigen und damit das Potenzial der Jugend als treibende Kraft für soziale Innovationen freizusetzen.

30) Frauenhetz
(www.frauenhetz.at)

Die Frauenhetz ist ein Verein zur Förderung und selbstständigen Entwicklung von feministischer Kultur, Bidlung, Politik und Forschung. Im Rahmen von Symposien, Tagungen, Workshops und Lesungen werden feministische Themenstellungen „in Szene gesetzt“ und „ins Bild gerückt“. Zentral ist dabei die kollektive Dimension von Vorbereitungs- und Durchführungsarbeiten sowie von Entscheidungsprozessen. Ziel ist die Schaffung einer selbstinstituionalisierten, kritsch-feministischen Öffentlichkeit. Dieses Ziel wird primär in Form von laufenden Vortragsreihen, künstlerischen Aktivitäten, politischen Diskussionen und durch die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen verfolgt.

31a) ZusammenReden – Niederösterreichische Integrationsgespräche
(www.zusammenreden.net)

ZusammenReden ist ein Projekt von Caritas Wien und Asyl & Integration NÖ, das von der Gemeinwesenabteilung „Missing Link“ durchgeführt wird. Projektgebiet sind das Wein- und Industrieviertel in Niederösterreich. Durch aktive Teilnahme aller Bevölkerungsgruppen soll der Dialog und das Zusammenleben gefördert werden. Seit 2009 wurden dazu 47 öffentliche Veranstaltungen durchgeführt. Themenschwerpunkte der Debatten sind Arbeit, Jugend, Wohnen, Sprache, Religion, Geschlechterverhältnisse, Kultur, Nationalismus, Gesundheit, Diversität sowie Migrationsgeschichte in Niederösterreich. Einbezogen in die Aktivitäten werden Initiativen, Vereine, Integrationsbeauftragte, ExpertInnen und die ansässige Bevölkerung. Ziel des Projektes ist eine bewusstseinsbildende Wirkung in den Themenbereichen Migration und Integration und die Stärkung guten Zusammenlebens. Integration wird dabei als wechselseitiger Prozess aller daran Beteiligten verstanden.

31b) NEULAND. Interkulturelle Tandempaare in Niederösterreich
(www.neuland-niederoesterreich.at)

Neuland ist ein Projekt von Caritas Wien und Asyl & Integration NÖ, das interkulturelle Tandems zwischen ÖsterreicherInnen, AsylwerberInnen und Asyl- bzw. subsidiär Schutzberechtigten zum Austausch von Fähigkeiten und Kenntnissen organisiert. Zentral dabei sind Begegnungen auf Augenhöhe und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Asyl. In den letzten drei Jahren wurden 120 Tandems gebildet. Projektregionen sind das Wein- und das Industrieviertel in Niederösterreich. Die Tandems werden in Form von Beratung, Betreuung und Mediation professionell begleitet. Neben regelmäßigen Austauschtreffen werden auch Workshops, Informations-, Kochabende, Wanderungen und Quizabende organisiert

Nachgereicht
32) ”Das steckt in der Welt zuhause”
( www.tiroler-bildungsforum.at )

“Das steckt in der Welt zuhause” ist ein generationenübergreifendes Angebot des Tiroler Bildungsforums zur Umsetzung des Global Marshall Plans in Tirol. Eine Spielaktion für Kinder (“Forschen mit Prof. Globalix”) und in ein danach stattfindender Kochabend für Erwachsene (“der Tiroler Wok”) lassen entdecken, was in alltäglichen Dingen des Lebens steckt. Kinder erforschen, wo Kleidung, Nahrungsmittel und Spielsachen herkommen, wie sie angebaut und produziert werden. Erwachsenen beschäftigen sich im Rahmen des Kochkurses und gemeinsamen Essens mit Zusammenhängen und Konsequenzen der eigenen Konsumgewohnheiten (Lebensmittel, Geschirr, Tischdekor usw.) – und den möglichen Alternativen. Präsentiert von: Mag.a Julia Schobesberger (Tiroler Bildungsforum)

2 responses to Eingereichte Projekte

  1. Die eingereichten Projekte sind so vielfältig und bunt wie das Leben. Unsere Realpolitik wirkt dagegen wie eine fade Parallelgesellschaft!

  2. Am 20. Juli mit 2 nachgreichten Projekten ergänzt (von der Caritas Wien und Asyl NÖ). Herzlichen Dank für das Interesse!

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