Tagung 2015

Dokumentation

Literaturliste

Sendung Freies Radio – Petra Unger über die Wiener Frauenspaziergänge

 

Erinnerungskulturen im Gemeinwesen gestalten

GESCHICHTE – RAUM – BIOGRAFIE

Erwachsenenbildung und Soziale Arbeit im Dialog

Wer erinnert sich? Wer wird vergessen? Wem wird gedacht? Woran können wir uns erinnern? Wie sichern, reflektieren und bearbeiten wir Erinnerung? Wie hat sich Geschichte in den Raum eingeschrieben, dem Raum des Zusammenlebens eine Ordnung und Struktur gegeben, und Dinge zum Verschwinden gebracht?
Geschichten und Erzählungen ermöglichen Menschen, sich selbst auszudrücken, Erinnerungen zu verarbeiten. Geschichtswerkstätten, Biographiearbeit, Erzählcafés sind Aspekte einer Bearbeitung und Auseinandersetzung mit Erinnerung. Erinnern und Erzählen bestimmen Verständigungs- und Selbstverständigungsprozesse in Gemeinwesen, ebenso wie Ausgrenzungen und Vergessen von Unangenehmem, von Vertriebenem, Verlorenem. Gemeinsame Geschichten sind Bestandteile unseres Zusammenlebens. Geschichte wirkt aber auch über den Raum mit Denkmälern, Straßennamen, Hausnamen, …
Die Tagung „Erwachsenenbildung und Soziale Arbeit im Dialog“ setzt sich damit auseinander, wie Geschichte sozialräumlich hergestellt wird und in den Raum eingeschrieben wird. Es werden Reflexionsräume eröffnet, die es ermöglichen, diese Konstruktionsprozesse zu hinterfragen. ForscherInnen und KünstlerInnen beschäftigen sich im Rahmen der Tagung mit unterschiedlichen Möglichkeiten und Wegen der Verschränkung von historischen Ereignissen mit persönlichen Biographien sowie mit einem breiten Repertoire an Themen und Methoden aus der und für die Gemeinwesenarbeit.

Expertinnen
Bettina Dausien (Univ.Prof. für Bildungswissenschaften, Biographiearbeit)
Elli Scambor (Soziologin und Pädagogin)

Projekte/Initiativen
Stadtspaziergänge; Widerstandsmuseum; Orte der Roma und Sinti; Das war unsere Zeit, eine Gemeinde erinnert sich; Zentrum für Migration Tirol; Erinnerunsarbeit junger MigrantInnen; Steine der Erinnerung; Storytelling; Negerdörfl; gewaltlose Befreiung Ottakring; Goethehof; Dajmo njimi ime/Geben wir ihnen ihre Namen; und anderes

Methodik
Prozessorientiert arbeiten die TagungsteilnehmerInnen gemeinsam an den Inputs der Expertinnen, den Berichten der VertreterInnen der Projekte und Initiativen, den Erfahrungen der TeilnehmerInnen und leitenden Fragen für Workshops. Die Reflexion der Erkenntnisse und Erfahrungen sollen das eigene Handeln anregen.
Beginn: Mittwoch, 14. Oktober 2015 um 14:00 Uhr
Ende: Freitag, 16. Oktober 2015 um 12:30 Uhr
Keine Tagungsgebühr

Tagungsausschreibung

Anmeldung

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